Mai
28
2013
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Die Zukunft der Smartphones

Unser heutiges Leben, so könnte man meinen, ist ohne das Handy oder Smartphone gar nicht mehr auszudenken. Wie haben wir bloß damals überlebt, ohne überall erreichbar zu sein oder andere erreichen zu können? Wie haben wir den Weg ohne Navi gefunden und wie konnten wir damit leben, unsere Emails nicht an jeder Ecke zu checken? Das Smartphone hat aus technischer Sicht in nur wenigen Jahren einen solch beachtlichen Sprung nach vorne gemacht, dass man sich fragen kann, wie weit es damit eigentlich noch gehen soll. Was hat dieses Wunderwerk der Technik bitte noch zu bieten als die Dinge, für die wir es tagtäglich sowieso schon nutzen? Doch die Experten haben noch einiges in der Hand, das bisher noch nicht ans Tageslicht gekommen ist. So ist durch eine Vielzahl von Sensoren zu erwarten, dass das Smartphone bald zum Staumelder der Zukunft wird; und das passiert in den meisten Fällen, ohne dass seine Besitzer überhaupt darüber Bescheid wissen.

Wer auf seinem Smartphone beispielsweise Bluetooth aktiviert hat, kann damit an zahlreichen Ampeln oder unter Autobahnbrücken erfasst werden. An den Sendern, die hierfür eigens installiert werden, befinden sich Scanner und Antennen, die aufzeichnen, wie viele Bluetooth Endgeräte sich in der Umgebung aufhalten. Die Bluetooth Sensoren machen dies möglich und in Deutschland laufen nun schon einige Pilotprojekte, die zur Erfassung der Verkehrsströme beitragen sollen. Sie könnten den Städten und Ländern dabei helfen, ein automatisch generiertes Verkehrsbild zu erzeugen. Die Fahrer selbst hätten dann am Ende sogar auch etwas davon, denn mit Hilfe der gesammelten Informationen könnte eine App herausgebracht werden, die den Fahrer zuverlässiger als ein Navigationssystem über die Verkehrslage und mögliche Staubildung informiert. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein Pilotprojekt in Chemnitz: http://www.wfs.sachsen.de/de/Meldung/Chemnitz_testet_Bluetooth-Sensoren_im_Verkehrsmanagement/176179.html?referer=138656.

Projekte wie diese können zu einer enormen Steigerung des Informationsgehalts beitragen, denn bisher herrschte eher ein Mangel an Sensoren an Autobahnen und Bundesstraßen vor. Mit den neusten Technologien hinterlässt jedes eingeschaltete Handy seine elektronischen Spuren im Straßenverkehr. Datenschützer waren zunächst von Projekten wie dem an den Kreuzungen von Chemnitz eher weniger begeistert, doch wie zuständige Experten immer wieder beteuern, werde keine Kommunikationsverbindung zu den Geräten aufgebaut. Die Daten werden anonymisiert an die Rechnerebene weitergegeben, da sie bereits im Sensor verschlüsselt werden. Die Angst vor einer „Big Brother“-ähnlichen, ständigen Überwachung muss man bisher also noch nicht befürchten.

Was hat das Smartphone in Zukunft sonst noch so an Zaubereien zu bieten, wenn es nicht gerade als anonymer Staumelder Apps mit Informationen füttert? Wenn man den Experten glauben soll, dann können wir es zum Beispiel bald als Fernbedienung benutzen und, für den Fall, dass unser Haus mit entsprechenden Sensoren ausgestattet ist, von jedem beliebigen Ort auf der ganzen Welt aus eine Alarmanlage aktivieren, den Ofen anstellen oder den Fernseher programmieren. Die so genannten „Smart Homes“, auf Deutsch auch intelligentes Wohnen genannt, sollen in Zukunft zur Normalität werden. Die Steuerung der Geräte würde dann über Bluetooth Schnittstellen übernommen werden, die durch das Smartphone gesteuert werden können. Die Entwicklung steckt noch in ihren Anfängen, doch wie wir wissen, kann es beim Smartphone dann doch überraschenderweise ganz schnell gehen. Mehr Informationen über das intelligente Wohnen gibt es hier http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligentes_Wohnen.

 

 

Kategorie: Technik

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Betreiber von diverseren Internetprojekten und hauptberuflich Steuerfachangestellter.