Jul
29
2011
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Südkorea will Schulhaushalt modernisieren

Deutschland gilt vor allem im Vergleich zu vielen asiatischen Ländern als hinterwäldlerisch. Während es in China nicht unüblich ist, mit 1 Gbit/s über das Festnetz zu surfen, werden hierzulande maximal 100 Mbit/s angeboten und das nur in ausgewählten Regionen. Ein Bericht aus Südkorea zeigt, dass auch das Schulwesen in Deutschland nicht vom Fortschritt geprägt ist. Allerdings bezieht sich der schlechte Ruf nicht auf ganz Europa lediglich Deutschland gilt als entsprechend langsam.

Schon seit Jahren werden die französischen Schüler mit Laptops ausgestattet, mit denen sie im Unterricht mitschreiben und den sie für Hausarbeiten nutzen können. Südkorea geht sogar einen Schritt weiter. Dort will man im nächsten Jahr 2,2 Billionen Won (ca. 1,4 Milliarden Euro) in den Schulhaushalt investieren, um diesen der modernen Zeit anzupassen. In der Planung soll auch jeder Schüler einen Tablet PC erhalten. Währenddessen plagen sich die deutschen Schüler noch immer mit denselben Büchern rum. Zwar wurden diese mehrfach neu aufgelegt doch das grundsätzliche Wissen bleibt dasselbe. Ebenfalls erschreckend ist die Finanzierung. In Südkorea werden die Kosten vom Staat getragen, die Deutschen müssen ihre Lehrmittel mit den eigenen Finanzen decken.
Das koreanische Ministerium für Bildung und Forschung will mit dem zur Verfügung stehenden Budget das gesamte Schulwesen digitalisieren. Geplant ist, dass die Schüler in Zukunft mit E-Books unterrichtet werden. Weiterhin wird jeder einen Tablet PC erhalten. Dieser dient einerseits als Leseoberfläche für die digitalen Medien. Weiterhin können die Nutzer auf ihnen schreiben und ihre Mitschriften jederzeit wieder abrufen. Darüber hinaus dienen die Geräte als Schnittstelle zum zentralen Schulserver. Die Schüler haben die Möglichkeit von diesem alle wichtigen Informationen herunterzuladen. Dazu zählen Stundenpläne, Vertretungspläne und andere wichtige Ankündigungen.
Auch ein besserer Umgang mit Krankheitsfällen innerhalb der Schülerreihen ist angedacht. Die Planung sieht eine Art virtuellen Klassenraum vor, der über den Tablet PC aufgerufen werden kann und wodurch die Schüler die Möglichkeit erhalten trotz Krankheit oder anderen Gründen für das Fernbleiben vom Unterricht, diesen zu verfolgen. Bereits jetzt hat das koreanische Ministerium mit den ersten Schritten zur Umstellung begonnen. Während der Übergangsphase plant man, die Schüler sowohl mit klassischen Papierbüchern als auch digitalen Inhalten zu unterrichten. Währenddessen scheint es ähnliche Ideen oder Pläne für deutsche Schulen nicht zu geben. Daher werden auch die nächsten Generationen voraussichtlich noch mit einfachen Papierbüchern lernen müssen.
Quelle: http://www.tweakpc.de/news/21280/suedkorea-e-books-und-tablets-statt-schulbuecher-und-hefte/

Kategorie: Tablets

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